Helnwein ( presse )
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Independent
UK
Toby O'Connor Morse
The Hansel Gretel Machine - Ustinov Studio, Bath Theatre Royal
As befits the first part of David Glass' Lost Child Trilogy, the pervasive image is one of children abandoned, clinging for security to a few souvenirs and memories of a childhood washed away by tides of fear and loneliness. Yet everyone viewing this production will tell you their own interpretation of what they thought they saw. Some may refer to Jung, Freud or Janov, to the bandage-wrapped anguish art of Gottfried Helnwein or the bleak emotional desolation of Edvard Munch, or argue that the piece is an exploration of the loss of innocence, the bondage of family ties, or the rituals of pain involved in leaving childhood behind. They will all be right, for this is a piece that works on levels too deep to identify or enumerate. ... +

Gottfried Helnwein : Selbstportrait
MTV Interview with David Bowie, Marilyn Manson and Floria Sigismondi
Kurt Loder
MTV: Sigismondi and Bowie both acknowledge lifting the imagery in his "Dead Man Walking" video from the work of the English painter Francis Bacon.
The look of Floria's most noted video to date, though, [QuickTime,1 MB] "Beautiful People," although it owes a debt to Austrian painter Gottfried Helnwein, was pretty much the inspiration of the artist, Marilyn Manson.
KURT:
The new wave of rock-video grotesquerie isn't new at all, actually, the Austrian painter Gottfried Helnwein, whose self-portrait adorned the cover of an album by the German band Scorpions some years back, was doing images of medical horror twenty years ago,
and no one in rock has gone as far down the road to happy depravity as photographer Joel Peter Witkin, whose deeply disturbing work, which you might best seek out on your own is much admired by Nine Inch Nails leader Trent Reznor, no slouch at images of icky sickness himself. ... +

Gottfried Helnwein : Hamletmaschine
Deutschlandradio
Kulturzeit - 9.05 Uhr
Heinz Benfitzsch
Ich hätte gern diese Vorstellung verlassen,...
Vor Jahren war Robert Wilson mit seiner Interpretation der HAMLETMASCHINE zu den Berliner Festwochen eingeladen.
Wilson bezwang den Text durch überstilisierten Ästhetizismus. Die Kritik feierte seinen Formalismus und sein Lichtdesign. Das Westberliner Schaubühnenpublikum (die Mauer stand damals noch) war begeistert von Wilsons gestylten Standbildern und seinem designten Licht. Den Urschrei in der HAMLETMASCHINE verspürte keiner. Diese HAMLETMASCHINE beunruhigte keinen. Fastfood für Intellektuelle, ohne Kanten und Tiefe, ohne die Wut des Autors.
Ein schöngeistiger Event, ohne den zerrissenen Background der Entstehungsgeschichte, ohne den "Ruf nach mehr Freiheit" aus dem "der Schrei nach dem Sturz der Regierung wird". Das beruhigende dieser HAMLETMASCHINE war, daß sie nichts wollte, außer anders sein.
Nun wieder HAMLETMASCHINE; die Mauer gibt es nicht mehr, die Berliner Festwochen immer noch, Robert Wilson ist Weltstar geworden und noch harmloser als er schon immer war.
Schon im Vorfeld löste diese Münchner Produktion Unruhe und Bewegung aus.
Grund war ein Bild, "Epiphanie", des Wiener "Blut und Schockmalers" Gottfried Helnwein, Teil seines Bühnenbildes für die Münchner HAMLETMASCHINE.
Die Witwe eines auf dem Helnwein-Gemälde abgebildeten SS-Offiziers versuchte in München gegen das Bild eine einstweilige Verfügung zu erwirken, der nicht stattgegeben wurde. Aufgrund von verschiedenen Bürgerinitiativen in Berlin verboten die "Berliner Festwochen" eines der beiden Plakate von Gottfried Helnwein um ihr "Highlight" HAMLETMASCHINE "nicht zu gefährden".
Auf dem Plakat ist das Opfer einer Gewalttat zu sehen, ein 10-jähriges Mädchen.
Noch bevor die Inszenierung in Berlin zu sehen war beschäftigten sich Medien, Bürger, Politiker und Rechtsanwälte damit. ... +

Gottfried Helnwein : Epiphanie I, Adoration of the Magi
Süddeutsche Zeitung
Reinhard J. Brembeck
Nazi-Witwe fühlt sich durch Helnwein-Bühnenbild verunglimpft
"Wir werden eine Zensur dieses Stückes durch NS-Nachfahren nicht hinnehmen." In der Muffathalle brodeln die Emotionen.
Denn die für den kommenden Donnerstag angesetzte Premiere von Heiner Müllers "Hamletmaschine" scheint gefährdet. Weil Gottfried Helnweins Bühnenbild für die Schlußszene einen geradezu absurden Rechtsstreit auszulösen droht.
Denn Ingeborg Wünsche, die Witwe des im Bild "Epiphanie" vorne links stehenden Mannes in Naziuniform mit SS-Runen sowie Totenkopf auf der Mütze, fühlt durch dieses Gemälde Helnweins ihre Persönlichkeitsrechte "im äußersten Maße verletzt". Sie nennt das Bild "Fälschung".
Fälschung eines Photos, das Helnwein in den Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek entdeckt hat. Dort sieht man statt Mutter Maria mit Kind Adolf Hitler.
Dieses Originalphoto zu veröffentlichen, das ihren Mann mit dem größten Schlächter der Menschheitsgeschichte zeigt - dagegen hätte Ingeborg Wünsche nichts einzuwenden.
Hitler jedoch durch Mutter mit Kind ersetzt zu sehen, das geht für sie zu weit. Schließlich könnte man da eine Art Kinderbegutachtung und Rassenwahn hineininterpretieren und das will Frau Wünsche auf keinen Fall. ... +

Gottfried Helnwein : Fire-Man
Applaus
Kultur-Magazin
Axel Sanjosé
"Hamletmaschine" in der Muffathalle. Bühnenbild: Helnwein
(Cover-story)
Helnwein gestaltet das Bühnenbild zu Heiner Müllers "Hamletmaschine" in der Regie von Gert Hof
Die Schonungslosigkeit, mit der Helnwein den Täter-Opfer-Mechanismus thematisiert - sei es im Einfangen einer Athmosphäre der erbarmungslosen Kälte, - ruft Befremden und Abwehrreaktionen hervor, die sich des öfteren als Skandale niedergeschlagen haben...
Dagegen leuchtet die Affinität zwischen Helnwein und Heiner Müllers Hamletmaschine unmittelbar ein, nicht nur weil am Ende, wie es die Regieanweisung verlangt, Ophelia in Mullbinden eingeschnürt wird. Die gewalttätige Sprache des Ende 1995 verstorbenen Dramatikers und Regisseurs bohrt sich, statt wie bei Helnwein mit chirurgischrn Instrumenten, mit Worten ins Fleisch. Auch hier geht es um Opfer, allerdings um Opfer, die sich wehren und in der Wahl ihrer Mittel die Brutalität ihrer Umwelt widerspiegeln. ... +

Gottfried Helnwein : Helnwein Exhibition in the Russian Museum
Kommersant Daily
Russia

Frontpage

Gottfried Helnwein- Retrospective in the State Russian Museum, St Petersburg ... +

The Wall Street Journal
GREG STEINMETZ and PATRICK M. REILLY

Staff Reporters of THE WALL STREET JOURNAL

The "Sehnsucht" cover, designed by Austrian artist Gottfried Helnwein, shows ashen-faced band members bound, poked and disfigured by painful looking clamps and wires. The band's publicity photos are just as grisly ... +

Gottfried Helnwein :
Münchener Merkur,
Kultur.
Malve Gradinger
Münchener Muffathallen-Produktion und die Geschichte eines Bildes und einer Witwe. Finis eines gefährlich-absurden post(?)-faschistischen Vorspiels: Ingeborg Wünsche. Witwe eines SS-Mannes, hat von den angedrohten juristischen Schritten gegen Gottfried Helnweins "SS-Gruppenbild mit Madonna und Kind" (wir berichteten) schließlich abgesehen... ... +
Gottfried Helnwein, His painting "EPIPHANY I, The Adoration of the Magi" provokes a protest by the widow of former Hitler Aid, SS-officer Wünsche, who appears in the painting. Ingeborg Wünsche threatens to sue Helnwein.

Abendzeitung,München
Tim Pröse
Der Streit um Helnweins Bühnenbild für die "Hamletmaschine"
Eine Witwe ruft nach Zensur. Mit Gewalt, Hass und der Macht der Diktatur setzt sich die "Hamletmaschine" von Heiner Müller auseinander - so wie auch das Bühnenbild des Wiener Künstlers.
Das passt der Witwe des in schwarzer Totenkopfuniform abgebildeten SS-Mannes nicht. Die Münchnerin Ingeborg Wünsche will das Bühnenbild heute per einstweiliger Verfügung verbieten lassen. Die Muffathallen- Betreiber und deren Anwalt Günter Seefelder aber wollen "bis in die letzte Instanz" gegen die Zensur kämpfen. ... +



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