Wystawy
1 styczeń 1995
Galerie Ricarda Fox
Mülheim
Sport und Kunst, Boxen
Group show
Eduardo Arroyo, Harald Braun, Henning Eichinger, Rüdiger Eschert, Barry Flanagan, Detlev Foth, Gottfried Helnwein, Klaus Hähner-Springmühl, Oliver Jordan, Helmut Löhr, Jo Oberhäuser, Jeaume Plensa, Klaus Schweier/ Wolf Reiser, Roland Topor, Heinz Zolper u.a.
Liverpoolstr. 15, 45470 Mülheim
"Manche sagen, daß das Boxen eine Metapher des Lebens ist. Die Wahrheit liegt in der Umkehrung: das Leben ist eine Metapher des Boxens.Denkt doch an euer Leben, diesen Kampf der sich endlos hinzieht und der euch alles bietet: Fallen, Intrigen, Siege, Triumphe, Schwächen, Stärken, Leere,Wahn, Tränen, Glück und die bitterste Erfahrung, sich selbst der größte Feind zu sein. "
Wolf Reiser, "Plädoyer für die Männerin den Seilen", März 1995
BOX-KUNST-EVENT
Das BOX-KUNST-EVENT vereinte in einer großen Schau Arbeiten verschiedener, zeitgenössischer Künstler, die sich mit dem Thema Boxen oder Boxer auseinandersetzten. Sowohl Arbeiten über das Boxen, als auch Arbeiten von Boxern sollten dem Besucher das breite Spektrum der künstlerischen Auseinandersetzung mit diesem Thema vermitteln. Was lag näher, als eine Ausstellung zu Thema Boxern nun nicht in den Räumlichkeiten der Galerie, sondern an einem Ort zu zeigen, der einen unmittelbaren Bezug zum Thema hat: Die Boxhalle - täglich Trainings- und Kampfschauplatz - vereint ausreichend Raum und eine authentische Atmosphäre zu einem optimalen Ausstellungsort. Über das reine Sehen hinaus, war ein intensives Erleben der Kunst und ihrer Thematik möglich.
Als Kind des Schwergewichtsboxers und späteren Trainers des Boxclubs Steele, August Fox, ist die Galeristin Ricarda Fox mit dem Boxen und den Boxern groß geworden. Somit ist das Interesse der Kunsthistorikerin an dieser außergewöhnlichen Ausstellung nicht nur künstlerischer und organisatorischer, sondern auch sehr persönlicher Natur und seit Jahren von ihr geplant.
Interdisziplinarität sollte der grundlegende Gedanke sein, der sowohl der Kunst als auch dem Sport zuträglich war. Es wurden Kunst und Sport miteinander vereint. Zwei Bereiche , die sonst nebeneinander und nicht miteinander existieren. Das BOX-KUNST-EVENT wurde zum Forum eines wechselseitigen Austausches.
Für die schriftliche Aufarbeitung des Themas Boxen und Kunst konnten wir namhafte Autoren gewinnen. Prof. Karl Ruhrberg, ehemaliger Chef des Museums Ludwig, Köln, freier Ausstellungsmacher, Kunstberater und großer Boxfan, hatte für den geplanten Katalog zum BOX-KUNST-EVENT ein Essay über die Annäherung von Sport und Kunst verfaßt. Darüber hinaus standen Textbeiträge des Autors und Journalisten Wolf Reiser zur Verfügung. Die Berliner Kunsthistorikerin Karin Rase arbeitete zu der Zeit an ihrer Promotion über das Thema Boxsport in der Kunst und hat ebenfalls zur Dokumentation des BOX-KUNST-EVENT´s beigetragen. Die Einführungsrede am 30.4.95 hielt Prof. Dr. Eberspächer, Sportpsychologe an der Universität Heidelberg. Dr. Michael Euler-Schmidt, stellv. Direktor des Kölnischen Stadtmuseums, hielt am 9.Mai die Einführungsrede im Kölner Neptunbad.
Die erste Station des BOX-KUNST- EVENT´s war die Halle des BC Steele in Essen am 30.04.95. In der Zeit vom 5. - 14. Mai 1995 war ein Teil der Arbeiten bei den Amateurweltmeisterschaften der Boxer in Berlin zu sehen. Am 20.Mai wurden sie beim WBO - Weltmeisterschaftskampf von Dariusz Michalczewski in Hamburg erneut ausgestellt, am 9.Mai 1996 beim SC Colonia im Kölner Neptunbad.In leicht veränderter Zusammensetzung zeigten wir dann die Ausstellung am 13.Julianläßlich des Boxkampfes Ralf Rocchigiani gegen Ali Bashirou in der VIP-Lounge der Grugahalle Essen.
Folgende Künstler wirkten mit:Eduardo Arroyo, Harald Braun, Henning Eichinger, Rüdiger Eschert, Barry Flanagan, Detlev Foth, Gottfried Helnwein, Klaus Hähner-Springmühl, Oliver Jordan, Helmut Löhr, Jo Oberhäuser, Jeaume Plensa, Klaus Schweier/ Wolf Reiser, Roland Topor, Heinz Zolper u.a.




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